Futter selbst machen vs. Fertigprodukte
Die Entscheidung zwischen selbst zubereitetem Futter und industriellen Alleinfuttermitteln ist eine Frage von Zeit, Fachwissen und Sicherheitsbedürfnis. Beide Wege sind möglich — mit klar unterschiedlichen Anforderungen und Risiken.
Vorteile und Nachteile im Überblick
Fertigprodukte (vegane Trocken- und Nassfutter)
Vorteile
Als „Alleinfuttermittel“ deklariert: Nährstoffgehalte sind ausgeglichen und ergänzt.
Praktisch, konsistent und lange haltbar.
Hersteller führen oft Qualitätsprüfungen und Laboranalysen durch.
Nachteile
Qualität variiert; Transparenz ist entscheidend (siehe Transparenz →).
Preis kann höher sein als billigste konventionelle Produkte, aber dies zahlt sich häufig aus.
Selbstgekochtes Futter
Vorteile
Maximaler Einfluss auf Zutatenqualität.
Flexibel bei Allergien oder Vorlieben.
Nachteile
Hohes Risiko für Nährstoffungleichgewichte ohne professionelle Berechnung.
Zeitaufwendig, braucht Supplementierung und regelmäßige Überprüfung.
Wichtige Regeln beim Selberkochen
Makronährstoff-Balance: Eiweißanteil, Fettanteil und verfügbare Energie müssen dem Bedarf des Hundes entsprechen.
Supplementierung: Vitamin B12, Taurin, L-Carnitin, Calcium/Phosphor-Balance, Vitamin D und Omega-3 (EPA/DHA) sind oft notwendig.
Rotation vermeiden: Zu viele unterschiedliche Rezepte erschweren die Stabilität der Versorgung. Besser mit 1–2 bewährten Rezepten arbeiten.
Hygiene & Lagerung: Frisch gekocht ist kurz haltbar; sichere Kühlung, korrektes Aufwärmen und sachgerechte Portionierung sind Pflicht.
Praktische Empfehlung
Für die meisten Halter:innen sind getestete, hochwertig formulierte Fertignahrungen die zuverlässigste Basis. Selbstmachen kann Ergänzung oder Langzeitlösung sein, wenn es unter Anleitung eines Tierernährungsberaters erfolgt.
