Der CO₂-Pfotenabdruck – Klimaeinfluss durch den Hundenapf

Der Begriff „CO₂-Pfotenabdruck“ beschreibt die Klimawirkung der Ernährung eines Hundes in CO₂-Äquivalenten. Er fasst alle Treibhausgas-Emissionen zusammen, die entlang der Produktions- und Lieferkette eines Futtermittels entstehen: Anbau, Tierhaltung, Verarbeitung, Transport und Verpackung.

Woraus setzt sich der CO₂-Pfotenabdruck zusammen?

  • Primärproduktion: Futtermittelherstellung (Ackerbau, Dünger, Energie) und Tierhaltung (Methan bei Wiederkäuern).

  • Landnutzungsänderungen: Abholzung für Ackerfläche verursacht große CO₂-Freisetzungen.

  • Verarbeitung & Verpackung: Schlachtung, Verarbeitung, Trocknung, Konservierung und Verpackungsmaterial verursachen Energieaufwand.

  • Transport & Lagerung: Kühlung und Distribution erhöhen Emissionen, vor allem bei importierten Rohstoffen.

  • Endverbrauch & Verschwendung: Ungefressene Reste und unsachgemäße Lagerung erzeugen zusätzliche Emissionen.

Wie groß ist der Pfotenabdruck eines Hundes?

Die Höhe des CO₂-Pfotenabdrucks hängt stark von Futtertyp, Menge, Tiergröße und Rohstoffherkunft ab. Schätzungen in der Literatur bewegen sich je nach Annahmen in einem breiten Bereich; Fleischbasierte Diäten liegen typischerweise deutlich über rein pflanzlichen Alternativen. Entscheidend sind die Futter-Formulierung (Anteil tierischer Proteine), die Herkunft der Zutaten (regional vs. importiert) und die Produktionsmethoden (intensiv vs. extensiv).

Reduktionspotenziale – wie du den Pfotenabdruck deines Hundes senken kannst

  • Umstieg auf veganes Hundefutter: Pflanzliche Komplettfuttermittel haben in der Regel einen wesentlich geringeren CO₂-Ausstoß pro Kilogramm.

  • Regionale & saisonale Rohstoffe: Kürzere Transportwege und lokale Produktion reduzieren Emissionen.

  • Effizientes Portionieren: Vermeide Überfütterung und Lebensmittelverschwendung.

  • Nachhaltige Verpackung & Recycling: Achte auf umweltfreundliche Verpackungen.

  • Mixstrategien: Kombination aus lokalem pflanzlichem Futter und gelegentlichen nachhaltigen tierischen Komponenten (falls gewünscht) kann die Bilanz verbessern.

Für konkrete Zahlen und Vergleichsstudien siehe unsere Übersicht in Studien & Theorie und die Seite zu Umweltwirkungen tierischer Hundeernährung.

Fazit

Der CO₂-Pfotenabdruck ist eine greifbare Größe: kleine Entscheidungen (z. B. Wahl des Futters) summieren sich zu großen Effekten. Wer den Klimaschutz ernst nimmt, findet in pflanzlichen Komplettfuttern eine der effektivsten Stellschrauben.

Weiterlesen: Umweltwirkungen tierischer Hundeernährung | Transparenz & Zusammensetzung